Zen
mini|''Ensō'' (, „Kreisbild“) als Symbol u. a. der [[Shunyata|Leerheit und Erleuchtung]]Der Zen-Buddhismus, kurz Zen ([, auch ], ; , ''Chán'', [], ; ursprünglich von ''Dhyana''), ist eine Strömung des Buddhismus. Er wird zu dessen Hauptrichtung Mahayana gezählt.
Die zentrale Praxis des Zen-Buddhismus ist die Meditation. Zentrales Anliegen ist die Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks und des gegenwärtigen Bewusstseins (Erleuchtung, im Zen „Satori“). Der Zen-Buddhismus verlangt von seinen Anhängern in der Regel keinen Glauben. Er lehrt in der Regel auch keine Phänomene, die jenseits möglicher Erfahrung oder vorgefundener Wirklichkeit liegen (Transzendenz), wie z. B. Gottheiten. Durch diese beiden Eigenschaften unterscheidet sich der Zen-Buddhismus stark von anderen Religionen und wird deswegen teilweise gar nicht als Religion eingestuft.
Der Zen-Buddhismus entstand etwa ab dem 5. Jahrhundert in China als ''Chan-Buddhismus''. In seinen Anfängen war er stark vom Daoismus beeinflusst. Durch Mönche verbreitete er sich unter den Nachbarvölkern Chinas. Es entstanden unter anderem eine koreanische (''Seon'' [], kor. ) und eine vietnamesische Tradition ('''', viet. ). Ab dem 12. Jahrhundert gelangte Chan nach Japan und erhielt dort als ''zen'' (jap. ) eine neue Ausprägung (siehe auch Zen-Buddhismus in Japan). Diese gelangte ab dem 20. Jahrhundert in wiederum neuer Interpretation in den Westen. Die in Europa und den USA verwendete Terminologie zu dieser gesamten Lehrtradition stammt daher weitgehend aus dem Japanischen, so wie bereits die Bezeichnung ''Zen'' selbst – die eben nicht immer mit speziellem Bezug auf die japanische Tradition gemeint ist. Auch koreanische, vietnamesische und chinesische Schulen sind heute im westlichen Kulturraum vertreten. Veröffentlicht in Wikipedia
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